Seit 1984 wird die Verwaltung der Gemeinde hauptamtlich geführt. Die Platzverhältnisse in den eingemieteten Räumen wurden aber mit der Zeit so prekär, dass zehn Jahre später der Bau eines Gemeindehauses beschlossen wurde. Den Projektwettbewerb gewann der Solothurner Architekt Pius Flury. Im September 1994 wurde das altehrwürdige Gebäude im Dorfzentrum, das einst als erstes Schulhaus, später als Bäckerei diente, abgebrochen, und nach einem Jahr Bauzeit fand am 18. November 1995 die Einweihung des Gemeindehauses statt.Die Erstellungskosten für die zeitgemässe Infrastruktur für Gemeindeverwaltung, Gemeinderat und Kommissionen betrugen rund 2 Millionen Franken plus 180 000 Franken für die Ausstattung.Erwähnenswert ist sicher auch die Güterzusammenlegung, die von der Gründungsversammlung der Flurgenossenschaft Oberbuchsiten bis zur Auflösungs-Generalversammlung vom 13. September 1985 fast zehn Jahre dauerte. 402 Hektaren Land wurden umgelegt, die 1213 alten Parzellen in 449 neue eingeteilt. 29 Kilometer Flurwege entstanden, davon 7,2 Kilometer mit Belag, und 7,5 Hektaren in der Ebene wurden drainiert. So schuf man die Grundlagen für eine zweckmässige und rationelle Bewirtschaftung des bäuerlichen Besitzes und somit auch die Erhaltung einer existenzfähigen Landwirtschaft.Nach fast 50 Jahren wurde die Kirche, die seit 1944 unter Denkmalschutz steht, innen renoviert. Eine Anpassung an die neue Liturgie und bauliche Sanierungsbedürfnisse erforderten dies. Unter der Leitung von Architekt Urs Schibler, Obergösgen, wurden 1986/87 die Bauarbeiten durchgeführt. Die Kosten beliefen sich auf 1,3 Millionen Franken, von denen die Hälfte durch Subventionen und Erspartem getilgt werden konnten.Aber nicht alle Aufgaben konnte die Gemeinde im Alleingang bewältigen, und so kam es in den letzten Jahren in verschiedenen Bereichen zur regionalen Zusammenarbeit.Personal- und Finanzsorgen führten im Jahre 2000 zu einem Zusammenschluss der örtlichen Zivilschutzorganisationen der drei Einwoh-nergemeinden Oberbuchsiten, Kestenholz und Niederbuchsiten. Der Vertrag über die Gemeindeführung in ausserordentlichen Lagen und die Katastrophenvorsorge wurde am 19. Februar 2000 auch vom Kanton abgesegnet. Erstmals trat der Dreierverbund der Zivilschutzorganisationen «Oberes Gäu» vom 4. bis 8. September 2000 mit Aufräumarbeiten von Lothar-Sturmholz in Aktion.Zusammengelegt wurden auch die Forstbetriebe der Bürgergemeinden Oberbuchsiten und Oensingen, die seit 1998 die über 700 Hektaren grosse Waldfläche der beiden Gemeinden gemeinsam bewirtschaften.In noch grösseren Verbänden wurde die Versorgung mit Strom und Wasser organisiert. Der Elektra Gäu gehören mit Ausnahme von Oensingen alle Gemeinden des Bezirks Gäu und dazu noch Fulenbach an. Oberbuchsiten, Egerkingen, Kestenholz, Niederbuchsiten, Neuendorf, Wolfwil und Fulenbach haben sich zur regionalen Wasserversorgung Gäu zusammengeschlossen. Vom 1989 in Betrieb genommenen Grundwasserpumpwerk Neufeld in Neuendorf wird aus 50 Metern Tiefe das Wasser in verschiedene Reservoirs gepumpt, unter anderem auch in das östlich unseres Dorfes gelegene Reservoir Wilweid mit einem Fassungsvermögen von 1200 Kubikmetern. Dank dieser Neuerung konnte das 1939 erstellte Grundwasserpumpwerk westlich des Bahnhofareals stillgelegt werden.